Alleine war auch schön (anstrengend)

Leider hat sich für die gestrige Wanderung zur Gasselhöhle (und optional Gasselkogel) niemand gefunden, der/die mich begleiten wollte, aber bei so einem traumhaften Wanderwetter ist das letztendlich auch egal. Es „zaht“ sich halt ziemlich durch das Rindbachtal auf der Forststraße (mit Abstecher zum Rindbach-Wasserfall) bis zur Abzweigung Richtung Gasselhöhle, da wird es dann auch ziemlich steil, es ist aber tadellos zu gehen, bis man nach ca. 300 hm wieder auf die Forststraße kommt.
Dass es jetzt mal kurz bergab geht, schadet nicht und schließlich erreicht man das Ende der Forststraße, wo der „Höhlenbus“ gerade eine Gruppe aussteigen lässt, die es sich etwas bequemer gemacht haben und sich die 2 Stunden bis hierher gespart haben. Jetzt noch cirka 200 hm bzw. eine knappe halbe Stunde und die Hütte ist erreicht. Da ich blöderweise meine Trinkflasche zu Hause stehen gelassen habe, anstatt sie in den Rucksack zu packen, tut mir der Hollersaft jetzt sehr gut. In 20 Minuten startet die nächste Führung durch die wirklich beindruckende Gassel-Tropfsteinhöhle, wo es bei ca. 6° angenehm kühl ist, wenn man auch eine wärmende Jacke mit hat – zumindest die hatte ich eingepackt. Wieder heraussen ging es dann noch die letzten 200 hm rauf zum kleinen Gipfelkreuz des Gasselkogels (1.411 m), den man von Altmünster aus als eine der Brüste der schlafenden Griechin (=Erlakogel) gut sehen kann. In der Mittagshitze ist der steile Anstieg schon ein wenig anstrengend, die letzten 10 m sind dann eine (wenig gefährliche) Kraxlerei und am Gipfel selbst ist kaum Platz für eine Gipfeljause. Für ein paar Fotos reicht es aber, um den traumhaften Blick auf den Traunsee und die Berge rundum mit nach Hause mitnehmen zu können. Nach ca. 50 Minuten wieder bei der Hütte angelangt, geht es jetzt anfangs den gleichen Weg zurück, bis nach Rechts die Forststraße zur Spitzelsteinalm wegführt. Jetzt heißt es wieder hatschen, der Erlakogel muss südseitig umrundet werden, bis man endlich die Hütte erreicht. Ja, und wer schon mal von Rindbach aus auf den Erlakogel gegangen ist, wird sich an diesen Weg vielleicht noch erinnern, der ist einfach unangenehm zu gehen, weil fast jeder Tritt genau gesucht und gesetzt werden muss und es sind so 600 hm bis runter nach Rindbach.
Dafür gab es dann dort noch zur Belohnung ein wunderbar erfrischendes Bad im Traunsee, runter mit dem Schweiß von Haut und Haaren und Gott sei Dank hatte ich daran gedacht, Badesachen und ein frisches Gewand mit zu nehmen.
So alt muss man werden, um eine Perle in der nahen Umgebung erstmals zu sehen und spätestens beim 2. Bier am Abend ist die Anstrengung schon wieder vergessen.
Hier noch ein paar Eindrücke:

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