Marienwanderweg Finale Die letzten beiden Etappen

Am Mittwoch starteten Josef, Willi und ich ins Finale unserer Pilgertour am Marienweg, der insgesamt über 132 km von St. Marienkirchen am Hausruck nach Altötting führt. Diesmal hatten wir erstmals auch eine Übernachtung eingeplant, weil die An- und Abreise mit dem Öffi zunehmen zeitraubend wurde. Dafür konnten wir dann auch etwas später starten, weil keine Zeit für die Rückreise eingeplant werden musste.
Nachdem ich um 7:36 in Gmunden gestartet war, trafen wir uns um 7:54 in der Westbahn, in die die beiden bereits in Wels zugestiegen waren. In Salzburg dann in die Lokalbahn nach Lamprechtshausen und von dort mit dem 880er zur Schnaitl-Brauerei in Gundertshausen, wo wir 2 Wochen zuvor unsere 3. Etappe beendet hatten. Trotz sehr schlechtem Wetterbericht konnten wir anfangs auf unseren Regenschutz verzichten und wie es braven Pilgern auch gebührt, blieben wir den ganzen Tag von Regen verschont, obwohl sehr dunkle Wolken immer neben uns vorbeizogen. Über schöne Güterwege ging es zuerst nach Gilgenberg, dann durch den Weilhartsforst nach Hochburg und schließlich nach Ach an der Salzach. Dort über die Brücke nach Burghausen, der Stadt der längsten Burg der Welt, wir waren gut in der Zeit und nur mehr 6,5 km vor unserm Tagesziel, also gönnten wir und Kaffee und Kuchen dort am Stadtplatz. Dann ging es weiter durch die schöne jazzige Altstadt, bis wir bei der Neuen Brücke nochmals kurz nach Österreich übersetzten, um noch die Wallfahrtskirche Maria Ach zu besuchen. Wir lauschten in der Kirche ein YouTube von Bruckners Ave Maria und dann ging es auf die finalen bayrischen 5 km zum ehemaligen Kloster in Raitenhaslach, wo im Stiftsgasthof unsere Zimmer zu beziehen waren und wir vorzüglich Speisten und am bayrischen Bier labten.
Hier noch die Eindrücke von diesem Tag:

Gut ausgeruht und sehr gut gestärkt starteten wir dann am Donnerstag kurz nach Acht die letzte Tagesetappe. Zuerst eine Kurzbesichtigung der dortigen Klosterkirche, dann der Salzach flußabwärts zur Kirche in Marienberg, die dort wunderbar thront (diesmal gab es das Ave Maria von Schubert als Hörgenuss) und dann wieder auf anderer Route nach Burghausen. Wir erreichten wieder den Stadtplatz mit der Kirche St. Jakob und dann rauf zur Burg. Jetzt waren es dann wieder asphaltierte Güterwege, die uns über Mehring, Hohenwart und Emmerting bis zum Ottinger Forst führten und die nächsten 7 km waren wieder sehr angenehm. Im Schatten der hohen Bäume auf geschotterten Wegen wanderten wir unserem finalen Ziel entgegen. Bei sommerlichen Temperaturen erreichten wir dann den mit Fachmärkten übersähten typischen Rand einer Kreisstadt, aber es war nicht weit, wir konnten die Kirchturmspitzen der Stadtpfarrkirche schon sehen. Vorbei an 2 einladenden Biergärten ging es ins Zentrum, wo dann die Gnadenkapelle unser finales Ziel war. Beindruckt und ein wenig stolz über unsere Marschleistungen fanden wir dort Muße zum Nachdenken und Beten bevor wir uns dann doch in einem der Gastgärten ein Pilgerbier gönnten. Um 15:06 ging dann unser Zug nach Mühlheim am Inn, dort Umsteigen nach Simbach, dann ÖBB nach Ried i.I., weiter nach Attnang, dort Zugverspätung 45 Minuten, bis es endlich nach Gmunden weiter ging. Es war fast halb acht, bis ich endlich zu Hause war, denn durch die Zugverspätung gab es keine Busanschlüsse, ich musste also auch die letzten 2 km vom Bahnhof nach Hause auch noch zu Fuß gehen. Aber was solls – ich geh ja so gerne.
Hier noch die letzten Eindrücke:

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