Wohl ist die Welt so groß und weit und voller Sonnenschein …
So lautet der Text des „Südtirolliedes“ und am 4. Tag unserer Tour hat das leider nicht so recht gestimmt. Am Weg vom Hotel in Brixen bis Bozen war es zwar sehr frisch aber noch trocken. In Bozen beeindruckten neben dem Dom die wunderschönen Laubengänge, die prächtigen Bürgerhäuser und das gemütliche Batzenhäusl, wo wir uns zum Mittagessen einfanden. Am Markt tummelten sich viele Leute, gerne wären wir noch länger dort geblieben, aber wir mussten weiter nach Kaltern. Von der Etsch weg ging es dann ziemlich bergauf nach Eppan und dort begann es erst zu nieseln und dann richtig zu regnen. Blöderweise hatte dann noch Rudi einen Platten, sodass wir dort dann noch den Schlauch des Hinterrades wechseln mussten. Wir erreichten dann Kaltern, einen Espresso oder Cappuccino unter den Sonnenschirmen, die die Plätze halbwegs trocken hielten und dann die letzten 15 km bis zum Kalterer See und schließlich Auer. Zu allem Unglück verloren wir dann bei einer sehr unübersichtlichen Kreuzung 2 Teilnehmer, die aber Gott sei Dank dann auf ihren eigenen Wegen den Treffpunkt mit dem Bus erreichten. Die Stimmung war dann im Bus trotz des Wetters aber gut und beim Abendessen tröstete uns das eine oder andere Glas Wein über den feuchten Tag hinweg.
Am letzten Tag stand dann noch die Fahrt vom Brenner nach Wattens am Programm. Kurz vor dem Pass ließ uns Roland wieder starten, da hat es auch noch genieselt, aber kaum waren wir in Österreich wurde das Wetter rasch schöner, nur der Radweg war zu Ende. Es ist fast zum Schämen, dass wir in Österreich erst ab Steinach einen Radweg zur Verfügung hatten, der aber in Matrei bald wieder endete, und wir am Osthang des Wipptales bergauf und bergab von einer kleinen Ortschaft zur nächsten radeln mussten. Erst in Igls wurde es dann wieder lustig, als wir nach Innsbruck hinunter rollten und an der beeindruckenden Sprungschanze am Berg Isel vorbei im Süden von Innsbruck ankamen. Bis zum Inn mussten wir auf einem engen Radstreifen mit dem Autoverkehr mitradeln, dort hatten wir in der Marktbar dann unsere Mittagsrast, Rudi hat schon wieder keine Luft mehr im Hinterreifen und ich durfte ein weiteres mal einen Schlauch wechseln, diesmal allerdings kurzärmlig, weil die Föhnlage für unglaublich warme Temperaturen gesorgt hatte. Die letzten 20 km nach Wattens waren dann entlang dem Inn sehr angenehm zu fahren und bei den Kristallwelten endete dann unser fünftägige Radtour. In Summe waren es knapp 350 km, die wir gefahren sind. Einen große Dank an die Gruppe und auch meine Gratulation für diese Leistung, wir waren ja allen nicht mehr die Jüngsten. Sehr froh, dass diese Tour auch unfall- und verletzungsfrei verlaufen ist, habe ich das kleine „Bier von Hier“ dann sehr genossen.
Hier noch ein paar Eindrücke vom 4.Tag, vom Schlusstag habe ich leider keine Fotos:












