Mit den Oberfranken durchs Salzkammergut – die ersten drei Tage

Vom Reisebüro Klemm aus Ebermannstadt in Oberfranken (wo sie behaupten keine Bayern zu sein, obwohl ihr eigener Stammesbruder Markus Söder dort Ministerpräsident ist) haben mein Guidekollege Frowin und ich ja den Auftrag erhalten, ein Gruppe von 31 BikerInnen in 5 Tagen durch das Salzkammergut und das Salzburger Seenland zu begleiten. Am Sonntag haben wir die Gruppe in Oberhofen am Irrsee empfangen und dort die erste Tour – am Irrsee vorbei – nach Mondsee gestartet. Einige Fotostops waren gleich notwendig, weil an diesem sonnigen Tag die Gäste gleich von der traumhaften Landschaft fasziniert waren. Nach Mondsee ging es am Südufer des Sees entlang nach Scharfling und über den kleinen Pass drüber zum Krottensee und weiter nach St. Gilgen. Auch diese angebliche Mozartstadt präsentierte sich von seiner besten Seite und so verging die Zeit, bis wir schließlich die bis Strobl geplante Tour verkürzen muusen und schon ain Abersee de Räder in den Bus verladen haben und die Fahrt zum Hotel Schober-Lohninger in Hipping/St. Georgen i.A. starteten. Leider waren dort die Zeiten fürs Abendessen etwas knapp bemessen, sodass wir ungeduscht zum Buffet mussten, dort wurden wir aber durch gutes Essen, einem Willkommensschnapserl das Hauses und einem Prosecco-Piccolo für alle Mütter als nette Geste der Chefin entschädigt wurden. Bei Luggi’s Ukuleleklängen wurde es rasch später und so ging der erste Abend gemütlich zu Ende.

Am Montag ging es nach dem Frühstück mit Bernd, unserem ausgezeichneten und extrem sympathischen Busfahrer dann nach St. Wolfgang, wo zuerst ausgiebig der Ort besichtigt wurde. Dann startete die eigentliche Radtour mit unserem Endziel in Hallstatt. Unser erster Stopp in Bad Ischl war durch einen kurzen Regenschauer ein bisserl getrübt, da der Rest des Tages aber – abgesehen von der abschließenden Busfahrt – aber trocken verlief, tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch.
Frowin, der zweite Guide, ist ja geprüfter „Austrian Guide“, also Fremdenführer, der mit seinem kulturellen und historischem Wissen uns alle in Erstaunen versetzte. Unglaublich, was der alles weiß und wie gut er sein Wissen an die Gäste vermitteln kann, sei es bei den Zielanreisen im Bus oder dann eben vor Ort. So wurde Bad Ischl natürlich ach ohne Besuch beim Zauner zu einem Erlebnis und wir zogen weiter nach Süden mit dem Ziel „Jausenstation Seeraunz’n“ am Ostufer-Wanderweg, wo wir Gott sei Dank für die gesamte Gruppe reservieren konnten. Mittagessen brauchen unsere Gäste Gott sei Dank keines, aber Kaffee und Kuchen am Nachmittag stehen hoch im Kurs – und der Wunsch des Gastes ist uns Guides natürlich Befehl. Nach der gemütlichen Zeit dort mussten wir aber umdisponieren, der Ostufer(Rad)wanderweg war ab dort seit diesem Tag wegen Felsräumungsarbeiten gesperrt, also haben wir Bernd umdirigiert, beim Steegwirt auf uns zu warten und uns von dort nach Hallstatt zu bringen. Frowin führe wieder professionell eine interessierte Gruppe über den Dr. Mortonweg ins Zentrum, die anderen genossen gemütlich die Zeit dort.

Heute, Dienstag, stand dann das steirische Salzkammergut am Programm. Bernd hat uns wieder perfekt kurz nach dem Pötschenpass in Lupitsch aussteigen lassen und wir sind über teils steile Güterwege nach Altaussee geradelt. Weiter ging es nach Bad Aussee, nach Kurzbesichtigung des Kurparks mit Denkmal Erzherzog Johann, Mercedes Brücke und „Mittelpunkt Österreichs“ ging es dann zum Grundlsee und weiter zur Fischerhütte am Toplitzsee. Dort war zwar leider Sperrtag, aber unsere Gäste konnten sich zuvor beim Unimarkt in Bad Aussee noch ausreichend mit allem Notwendigen versorgen. Einfach traumhaft, wie schön es dort ist, das wissen offenbar auch die Schmetterlinge, denn ich konnte auch einen Schwalbenschwanz fotografieren und die sieht man nicht überall. Luggi wollte auch unbedingt ein Foto von drei hübschen Damen vom See aus haben und hat sich dazu auch extra in das schneewarme Wasser begeben. Sehr schön war die Mittagsrast dort, aber wir mussten wieder weiter, die Straße entlang des Sees bis zur Abzweigung nach Mosern, und dort rauf und über Untertressen, Obertressen nach Altaussee. Nach der Besichtigung der wunderschönen Gradieranlage sind wir beim Maislinger – wie von unseren Gästen gewünscht- auf Kaffee und Kuchen eingekehrt und dann noch zum Bus bei der Mautstelle Loserstraße hochgeradelt. Dort wurde wieder verladen und diesmal waren wir auch so rechtzeitig im Hotel, dass sich vor dem Abendessen auch noch eine Dusche ausging,

Morgen kommt dann mein „Heimspiel“, die Tour von Ebensee über Gmunden (inkl. Schlösserrundfahrt mit der Traunseeschifffahrt) zum Hotel in Hipping bei St. Georgen.
Juju, ich freue mich schon.

Für unsere Radgäste hier noch alle Touren im Überblick zum Download:

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