Der Weg des Buches

Meine drei Wanderfreunde aus der Welser Gegend, Willi, Josef und Georg hatten mich motiviert, mit ihnen Teiletappen des „Weg des Buches“ zu gehen. Das ist ein protestantischer Pilgerweg, der zeigen soll, wie die lutherische Bibel verbreitet wurde. Wir sind zwar alle vier Katholiken, trotzdem wollten wir uns die schöne Landschaft, durch die dieser Weg in Oberösterreich führt, nicht vorenthalten. Vor drei Wochen sind wir schon in 2 Tagesetappen von Andorf nach Peuerbach (26 km) und dann von Peuerbach nach Schlögen (20 km) gewandert, letztes Wochenende standen dann die Etappen Schlögen – Eferding ( 26 km) und Eferding – Wallern (28 km) am Programm.
Mit dem Auto nach Wels, dort die drei „Jungs“ aufgenommen und nach Eferding gefahren und mit dem Bus nach Schlögen. Gleich zu Beginn ein ziemlich steiler Anstieg zum Aussichtspunkt „Schlögenblick“ und weiter nach Haibach ob der Donau. Der Regen, der dort 2 Tage zuvor gefallen ist, hat sogar einen Feuersalamander aus seiner Deckung gelockt und die Sonne des Wandertages hat eine Blindschleiche dazu motiviert. sich an Weg zu wärmen.
Wir sind dann zur Aschach hinuntergewandert und kurz vor Eferding zu beeindruckenden Ruine Schaunburg aufgestiegen. Dann vorbei an der Landerlkapelle, der Sprungschanze in Hinzenbach und dem Denkmal das an Stefan Fadinger und Christoph Zeller erinnert, bis wir schließlich die Pfarrkirche Eferding und unser Quartier am Hauptplatz erreicht haben. Das Bierchen dort hat wirklich gut getan.

Am Samstag sind wir dann in Eferding Richtung Fraham gestartet, leider war der schöne Wiesenweg bald vorbei und wir sind fast nur mehr am Asphalt gegangen. Wir haben sogar das im Wald verstecke Bauernkriegsdenkmal gefunden, das an die schwere Niederlage der Bauern vor 400 Jahren im Emlinger Holz erinnert, gefunden. Dann ging es hoch auf den Kamm, endlich wieder zumindest im Wald, bis wir zuerst die evangelische Toleranzkirche in Unterscharten erreichten, und dann an Scharten vorbei beim GH Schartnerblick verweilten. Ich musste mich dort ausklinken, weil ich dort den Bus nach Eferding zum Auto erreichen musste (ich war am späten Nachmittag noch in Linz zu Gast), Willi hat mich begleitet, aber Georg und Josef haben die Etappe pflichtgemäß bis zum Ziel beendet.

Hier noch einige Eindrücke:

Traunsteintour

Für gestern hatte ich ja einen Auftrag, 4 Gäste aus dem Waldviertel (ein Vater mit Sohn, Tochter und Schwiegersohn) auf den Traunstein zu führen. Nachdem ich selbst einige Jahre nicht mehr oben war, bin ich vorsichtshalber schon 8 Tage zuvor die geplante Route mal mit einem lieben Freund gegangen (Hernlersteig rauf und Mairalm runter). Da meine aktuelle Kondition dafür ausreichend war, habe ich dem Auftrag gelassen entgegen gesehen und das Wetter hätte für diese Tour nicht besser sein können.
Um 8:00 Uhr mit dem vorbestellten Traunsteinshuttle ab P&R Engelhof rein zum Einstieg, in halbwegs gemütlichen 3 1/2 Stunden zum Plateau, dann zuerst zum Gipfel und anschließend Einkehr in der Gmundner Hütte. Kurz nach 14:00 sind wir dann aufgebrochen und wohlbehalten beim Kaisertisch angekommen. Weil es gar so schön war, sind wir auch noch den Miesweg gegangen und haben gerade noch rechtzeitig um 17:18 den Hois’n erreicht, um dort ein Bier zur Belohnung zu genießen, bevor uns um 17:32 der Shuttle wieder zu den Autos gebracht hat.
Ein wunderbarer Tag mit sehr netten Leuten, denen ich herzlich zu der Bergwanderleistung gratulieren darf.

Hier noch ein paar Eindrücke:

Postalm statt Krippenstein

Nachdem das Wetter gestern zwar grundsätzlich schön war, aber die Wolkenuntergrenze zu niedrig war, um am Krippenstein gute Sicht zu haben, wurde umdisponiert und meine beiden Begleiter Bruno und Toni haben dann die Postalm als Ziel gewählt – und es war eine super Entscheidung.
Nachdem der Liftbetrieb bereits eingestellt wurde und der viele Neuschnee, der in der letzten Woche noch gefallen ist, ungespurtes, einsames Winterwandern ermöglichte, hatten wir perfekte Verhältnisse. Die Sonne versteckte sich zwar oft hinter den tiefen Wolken, aber immer wieder durften wir die angenehme Wärme von oben spüren.
Vom Parkplatz beim Lienbachhof starteten wir bei freier Routenwahl bis zur Talstation des 3er-Liftes und von dort am Parkplatz 3 vorbei am gespurten Winterwanderweg Richtung Schafbergblickhütte, die als „offen“ ausgewiesen war. Vorher sind wir aber rechts abgezweigt, um noch zur Thorhöhe aufzusteigen. Das haben wir zwar nicht ganz geschafft, weil Bruno noch seine Schultern nach vergangenen Operationen zu stark spürte, aber die Verhältnisse ließen es zu, einfach abzudrehen und durch das freie Gelände zum SW-Hang des Windkogels zu gelangen und von dort dann die Hütte anzusteuern. Leider hatte die dann doch geschlossen, also haben wir dort nur kurz zum Jausnen gerastet.
Dann sind wir wieder ziemlich frei Richtung Huberhütte gegangen und nachdem die natürlich auch geschlossen hatte zum Parkplatz weitergegangen. Nach knapp 3 1/2 Stunden, 8,4 km und 550 hm war die anspruchsvolle Premieren-Schneeschuhwanderung für meine beiden Begleiter und mich vorbei und es hätte kaum schöner sein können.
Und die Wintersaison ist für mich endgültig vorbei, ich freue mich auf das Frühjahr mit schönen Wanderungen und Radtouren.

Hier noch ein paar Eindrücke:

Abschlußtour mit Whisky

Gestern am Samstag habe ich noch eine Abschlußwanderung gemacht und bin 13,3 km durch die Gegend westlich von Ottenschlag gegangen. Man könnte auch sagen, es war eine „Teichrunde“ denn ich bin an 4 größeren Teichen vorbeimarschiert. Gleich am Anfang wieder am Oberen Dorfteich vorbei, dann über Jungschlag zum Himmelteich, weiter zum Weyerteich und schließlich fast am Ende der Tour noch am kleinen „Unteren Dorfteich“ entlang.
Dann gab es aber richtiges Kontrastprogramm, unser Tisch hatte vereinbart, am Nachmittag die Whisky-Erlebniswelt im nahen Roggenreith zu besuchen, der ersten Whiskydestillerie Österreichs und es war wirklich beeindruckend, was die Familie Haider da im Nirgendwo auf die Beine gestellt hat. Natürlich war neben der interessanten Führung auch eine kurze Verkostung dabei und weil wir dann schon gut in Stimmung waren, haben wir noch im sehr ansprechenden Schlosskeller den Heurigen besucht und uns mit einer köstlichen Schlossplatte (Brettljause) und einer Schoko-Mohntorte die notwendige Unterlage für die Weinkonsumation geschaffen. Gut, dass ich als Alkoholfastender noch einen der 6 Joker spielen konnte.
Nach einer um eine Stunde verkürzten Nacht war heute noch eine Abschlussuntersuchung zu absolvieren und jetzt geht es dann ans Kofferpacken, um morgen nach dem Frühstück nach Hause fahren zu können. So schön diese 3 Wochen da heroben auch waren, jetzt freu ich mich riesig, wieder nach Hause zu kommen.

Es geht ins Finale !

Heute ist Freitag und es geht ins Finale hier in Ottenschlag. Morgen vormittag wird zwar noch irgendwas am Therapieplan stehen, aber am Nachmittag hat unser 4er-Tisch geplant, zuerst eine Whiskeydestillerie gleich in der Nähe und anschließend einen Heurigen im örtlichen Schloss zu besuchen – quasi gilt es einen erfolgreichen Rehaabschluss zu feiern. Da werde ich wohl meinen 4. Joker in der ansonsten alkoholfreien Fastenzeit spielen müssen.
Gestern gab es noch ein wenig Schneefall, für eine Schneschuhwanderung, für die ich mir sogar meine Ausrüstung mitgenommen habe, ist es aber deutlich zu wenig gewesen.
Und welchen Qualen wir immer am Morgen ausgesetzt sind, wenn wir das Essen für den nächsten Tag aussuchen müssen, seht Ihr wieder am beiliegenden Menüplan, der für heute gültig war. Neben der Speisenbeschreibung steht immer die dazugehörige Kalorienzahl, die da drinnen steckt und wenn ,am – so wie ich – Gusto auf „Schweinsschnitzel, gefüllt mit Lauch, Käse und Gewürzschinken“ hat, muss man halt die 500 kcal in Kauf nehmen, die da drinnen stecken. Dafür hatte dann die abschließende Diplomatencreme nur 80 kcal, und mit ausreichender Bewegung kann man ja das wieder ausgleichen.

Start in die letzte Woche

Heute bin ich hier in die letzte Woche gestartet, vom Programm her eher gemütlich, aber das freiwillige Beintraining im Fitnessraum mit anschließendem Zirkeltraining hatte es dann doch in sich. Aber heute muss ich Euch einmal von dem hervorragenden Essen hier vorschwärmen. Zu Mittag unter 3 Menüvorschlägen und am Abend unter 2 aussuchen, sehr kalorienbewusst zusammengestellt und frisch zubereitet und einladend angerichtet – ein sehr großes Lob der Küche hier. Und so schaut das dann am Teller aus:

Sonntag Ruhetag ???

Heute ist Sonntag, aber von Ruhetag keine Rede ! Nach dem Frühstück habe ich mich gleich auf den Weg gemacht, und bin die Runde „Ottenschlag Ost“ nach Kottes, die ich neulich mit dem Rad gefahren bin, nun zu Fuß abgegangen. Natürlich musste ich da fast die Hälfte der insgesamt 18 km auf Asphalt gehen, es waren aber fast nur Güterwege, sodass praktisch kein Autoverkehr störte. Dafür waren die Strecken durch den Wald mit seinen bemoosten Böden und den immer wiederkehrenden Ameisenhaufen umso schöner. Was mich nur wundert, dass ich bisher bei all meinen Touren durch Wald und Feld kein einziges Stück Wild (Fasan, Hase, Rehwild) gesehen habe. Nach 3 h 35′ war ich (mit einer kurzen Jausenpause in Kottes) wieder zurück, jetzt geht es dann für eine gute halbe Stunde in den Fitnessraum, um dann in Sauna und Hallenbad endgültig zu entspannen. Und morgen starte ich schon in die letzte Woche, um 9:00 geht es gemütlich los mit einem 50′-Workshop „Aktiv und selbstbestimmt im Alltag“ und dann noch eine Heilmoorpackung vor dem Mittagessen.

Hier noch ein paar Eindrücke:

Für heute alles erledigt

Es ist jetzt halb drei und der heutige Tag ist praktisch schon gelaufen. Ich musste zwar schon um 7:30 – also noch vor dem Frühstück – zum 20-minütigen Ergometertraining, bei einer HF-Vorgabe von 114 aber kein wirkliches Problem, sodass ich nach dem Frühstück noch ein Beintraining im Fitnessraum absolviert habe um dann zur Rückenmassage zu gehen. Dann um 10:50 auf ein Zwischengespräch mit dem für mich zuständigen Arzt, der ausgesprochen nett ist (Passt eh alles für Sie, sollen wir irgendetwas ändern, …) und dann um 11:30 wieder Mittagessen. Damit mir bis zur Heilmoorpackung um 14:00 nicht zu fad wir, habe ich mich bei Sonnenschein aufs Rad gesetzt und bin ein 18 km-Runde Richtung Osten nach Kottes gefahren und nachdem ich diesen Track ursprünglich als Wanderung geplant hatte, war es gut, dass mein Rad ein e-MTB ist. Trotz manch langgezogener Steigungen habe ich nie über „Tour“ hinaus geschaltet. Jetzt geh ich schauen, ob meine Zeitung schon da ist, dann gönn ich mir noch einen Cappuccino und nach dem Abendessen vielleicht noch in die Bio-Sauna. Gut geht’s mir !