Radeln im Thayatal

Ein älterer, aber noch sehr fitter Herr hat mich neulich gefragt, ob ich ihn im Gebiet der Thaya (im nördlichsten Wein- und Waldviertel) führen würde. Immerhin ist er 85 Jahre alt und auch so vernünftig zu entscheiden, dass er das alleine nicht mehr machen sollte. Und da er vor 2 Jahren bei der 5-Tage-Tour in Südtirol dabei war und ich seine Gesellschaft zu schätzen weiß, habe ich gerne zugesagt.
Es ist halt ein ziemlicher logistischer Aufwand dabei, denn wir sind mit dem Auto und den beiden Rädern hinten drauf knapp 300 km nach Laa a.d. Thaya gefahren, das Auto dort stehen gelassen, dort bei Sonnenschein in einem Gastgarten Mittag gemacht und dann ca. 40 km nach Znojmo in Tschechien geradelt. Die Thaya haben wir zwar nicht oft gesehen, aber es war trotzdem eine ganz nette Strecke und vor allem Znaim – wie die Stadt auf Deutsch heißt – war äußerst sehenswert. Eine tolle Altstadt, auf einem Hügel gelegen, die auf eine mehr als 1200 Jahre Geschichte zurückblickt. Ein nettes, kleines Hotel an einem der beiden Plätze in der Altstadt, ein gutes Abendessen und ein vorzügliches Bier.
Der nächste Tag, wieder bei Traumwetter, war unterschiedlich. Es ging vornehmlich durch das Naturschutzgebiet Thayatal und da waren die Radwege manchmal abenteuerlich. Hohlwege mit fast 30 % Gefälle, mittendrinnen Steine und Äste, Gott sei Dank ist da nichts passiert. Dafür war es landschaftlich wunderschön und schließlich kamen wir wieder aus dem Wald und erreichten den kleinen Ort Vranov, wo am Hügel ein Barockschloss (gebaut von Fischer von Erlach) steht. Es ging weiter durch Südmähren, vorbei an Schloss Bitov, der Ruine Kornstein und Schloss Uherice, bevor wir die letzten 4 km wieder durch Österreich fuhren. Für die Nächtigung erwartete uns das Schloss Drosendorf und in der Abendsonne haben wir dann bei einer Flasche Wein unser Abendessen genossen, das wir uns zuvor im örtlichen Markt gekauft hatten, denn Gastwirtschaft hatte am Dienstag keine geöffnet. Aber auch das hatte seinen besonderen Reiz.
Am nächsten Tag musste ich dann mit dem Bus nach Horn, von dort nach Hollabrunn und weiter mit dem Bus nach Laa (in Summe 4 Stunden), um mein Auto zu holen, nach Drosendorf zu fahren, meinen Begleiter samt Rädern und Gepäck abzuholen und dann auf vielen Nebenstraßen durch das Waldviertel zu fahren. Etwas mühsam, aber wunderschön. So angenehm die Sonne beim radeln war, so unangenehm war sie jetzt, wenn man sie dauernd im Gesicht hat, wenn sie so tief steht. Aber alles gut gegangen, hier noch ein paar Eindrücke:

Proseccostraße

Letztes Wochenende durfte ich am Vereinsausflug des Skiklub Altmünster in die Proseccostraße teilnehmen. Auch wenn 3 Tage nur kurz sind, hatten wir bei traumhaftem Wetter viels Spaß und am Samstag auch ein wunderbares Bergerlebnis. Von unserer Unterkunft in Valdobbiadene führen wir mit dem Bus 13 Kehren hoch bis auf 1.100 m, von dort wanderten wir dann auf sehr schönen Wegen auf den Monte Cesen (1.570 m). Ein herrlicher Blick von da oben, im Norden die Dolomiten und im Süden reichte der Blick bis zum Lido von Venedig.

Hier noch ein paar Eindrücke:

Wallfahrt nach Sonntagberg

Vorgestern, am Samstag durfte ich mit Freunden meiner Studentenverbindung Austro-Danubia Linz an einer Wallfahrt von Seitenstetten in NÖ zur ca. 13 km entfernten Basilika Sonntagberg teilnehmen. Zuerst führte uns Pater Vitus durch die zur Besichtigung vorgesehenen Räumlichkeiten des Benediktinerstiftes und pünktlich mit den Mittagsglocken wanderte unsere kleine Gruppe bei traumhaftem Wetter durchs Mostviertel Richtung Sonntagberg. Die eine oder andere Rast bei immer wieder am Weg befindlichen Kapellen nützte Pater Vitus, uns auch spirituell dem Ziel näher zu bringen. Nach einem Abstieg zur Oysmühle erreichten wir das Ybbstal und dann ging es noch die letzten 3,3 km bzw. 350 hm hoch zur wunderbar gelegenen Basilika. Ein traumhafter Blick über die Landschaft und zu vielen Berggipfeln war der Lohn, ich konnte sogar den Traunstein sehen. Nach einem Gottesdienst war dann die Wallfahrt beendet, die organsierten Mitfahrgelegenheiten brachten uns zurück nach Seitenstetten, wo es dann einen gemütlichen kulinarischen Ausklang gab.

Hier noch ein paar Eindrücke:

Zwerchwand im Sommer

Eigentlich gehe ich ja dort nur im Winter mit den Schneeschuhen, aber am 14. September bin ich privat mal die Hütteneckrunde ab Parkplatz Predigtstuhl gegangen. Das Wetter war traumhaft mystisch, am Vortag hatte es geregnet und die Luft war noch angenehm feucht. Ich hab zu meiner Begleitung noch gesagt, dass das perfekt so ist, richtiges Salamanderwetter, und sieh da, auf der ganzen 3-stündigen Runde keine Menschenseele gesehen, aber dafür 4 Feuersalamander. Die Hütte am Hütteneck hatte zwar zu, aber das wussten wir und die mitgebrachte Jause hat auch gereicht. Was gefehlt hat war eigentlich nur der Blick zum Dachstein, dazu waren die Wolken zu tief.

Hier noch ein paar Eindrücke:

Bin wieder startklar

Nachdem ich seit einigen Wochen nicht mehr auf meine Homepage zugreifen konnte bzw. ich mich erst jetzt um das Problem – erfolgreich – gekümmert habe, kann ich wieder was posten.

Am 12. September durfte ich eine Gruppe eines Unternehmens, das im Traunkirchen im Hotel Post einen Firmenevent hatte, zum Langbathsee begleiten. Bei herrlichem Wetter ging es anfangs den Traunsee entlang nach Ebensee, dann mussten wir notgedrungen ca. 4 km auf der Langbathseestraße radeln, bis wir auf die im Wald verlaufende Forststraße abzweigen konnten. Die beiden Seen zeigten sich wieder von ihrer besten Seite und – wieder beim Vorderen See angelangt – nach einer kurzen Rast ging es am gleichen Weg wieder zurück zum Hotel Post, wo ein feines verspätetes Mittagessen auf uns wartete.

Hier noch ein paar Eindrücke von den wunderschönen Bergseen:

Nationalparkzentrum Tönning

Die heutige und letzte Erkundungstour, die ich für DonauReisen hier in Büsum fahren durfte, führte mich wieder über das Eidersperrwerk und weiter nach Osten nach Tönning. Dieser kleine Hafenort an der Eider war bis 1945 ein bedeutender Seefliegerhorst und beherbergt heute das Nationalparkzentrum Multimar Wattforum.

In der interaktiven Erlebnisausstellung erfährt man beeindruckende und spannende Geschichten aus den Lebensräumen zwischen Flüssen, Salzwiesen, Wattboden und Nordsee – anschaulich, verständlich und unterhaltsam. Für wissbegierige Erwachsene aber auch für Kinder, wird ein hochinteressantes und super aufbereitetes Programm geboten.

Das Wetter zeigte sich heute nicht von seiner besten Seite, aber was solls, ich bin wieder im Trockenen und mein Rad ist schon am Heckträger verpackt.
Hier noch die letzten Eindrücke meiner Radtage, morgen geht es zu Freunden nach Husum und mit ihnen mit dem Zug nach Westerland/Sylt:

Seehundstation Friedrichskoog

Die heutige Tour war sehr interessant, führte sie mich doch nach Süden zur Seehundstation in Friedrichskoog. Dort werden verlassene Jungtiere (Heuler) und verletzte Robben hingebracht, aufgepeppelt und dann wieder ausgewildert, also wieder in Freiheit entlassen.
Gleich in der Früh hat mich beim Hotel Küstenperle ein gar nicht scheuer Hase empfangen und dann bin ich, warm und winddicht bekleidet losgefahren. Da hat es zwar (noch nicht) geregnet, aber es war doch ziemlich frisch. Irgendwann habe ich dann doch die ersten Tropfen gespürt und die Wolkenkonstellation war doch so, dass ich mich auch regendicht gemacht habe. Bis zur Seehundstation war es noch nicht schlimm, aber als ich dort wieder gestartet bin, war ich doch froh über meine wasserdichte Ausrüstung. Je weiter ich bei der Rückfahrt Richtung Büsum kam, umso schöner wurde es. Zuerst hatte es aufgehört zu regnen, dann die ersten blauen Flecken am Himmel und als ich in Büsum war, hat die Sonne gescheint. Da hab ich mir dann doch ein Matjesbrötchen mit einem Glas Grauburgunder beim GOSCH gegönnt.

Hier noch ein paar Eindrücke des heutigen Tages:

Heute Brunsbüttel

Die heutige Tour führte mich nach Brunsbüttel, wo der Nord-Ostsee-Kanal in die Elbe und damit in die Nordsee mündet. Das erste Drittel der Tour ist mir vom ersten Tag noch bekannt, weil es Richtung Meldorf ging, dann aber weiter nach Süden, über St. Michaelisdonn schließlich nach 52 km nach Brunsbüttel. Ich beobachtete die Fähre über den Kanal, dann den Schleusvorgang mit 3 Fracht-bzw. Containerschiffen und radelte dann – vorerst der Elbe entlang – wieder nach St. Michaelisdonn. Dort hatte ich dann schon 79 km zurückgelegt und bin mit dem Zug über Heide nach Büsum gefahren. Das war nun schon der dritte Tag, den ich trotz beeindruckender Wolkenstimmungen bei Sonnenschein gefahren bin, was will man mehr.

Hier noch ein paar Eindrücke von heute:

Die größte Sandkiste Deutschlands

Gestern ging es nach Norden, zuerst zum Eidersperrwerk und dann weiter zum endlosen Strand von St. Peter-Ording und St. Peter-Bad. Starker Wind, unzählige Schafe an den Deichen und kreischende Möwen beim Sperrwerk waren meine Begleiter, einen kurzen Regenschauer mit Gewitter um die Mittagszeit konnte ich Gott sei Dank gut geschützt beim GOSCH in St. Peter-Bad absitzen. Von den sturmflutsicheren Stelzenhäusern in St. Peter bin ich natürlich dann barfuß über den langen Strand, um das Meer zu suchen.

Auf Empfehlung meiner Husumer Freunde Karin und Gerd kehrte ich in Tating im Schweizer Haus noch auf einen Pott Kaffee ein und habe dort tatsächlich mit einem anderen Radfahrer die Wolken am Himmel beurteilt und der war tatsächlich ein Schweizer.
Alles in allem eine sehr schöne Tour, mit 91 km ziemlich lang, hier darf ich Euch noch meine Eindrücke zeigen:

Erste Tour nach Meldorf

Meine erste Tour führte mich gestern nach Meldorf, der Weg führte Anfangs gleich an der Nordsee durch ein Naturschutzgebiet – allerdings durch den Schutzdeich vom Meer separiert. Dann aber durfte man den von vielen Schafen besiedelten Deich zum Meer hin überqueren und konnte die steife Brise so richtig spüren. Dann ging es zum kleinen Meldorfer Hafen und dann auf einem Damm nach Meldorf zu einem für die Kleinheit des Ortes mächtigen Kirchengebäude, der auch als Meldorfer Dom bezeichnet wird. Zurück nach Büsum ging es dann kreuz und quer übers Land, mit Wind meist entgegenkommend, dann von der Seite und kurz – zur Erholung zwischendurch – auch mal von hinten. Am Horizont zeigt das Büsumer Hochhaus die Richtung an und nach
48 km (und etlichen zusätzlichen, dem Erkundungsauftrag geschuldeten Fahrkilometern) war ich wieder in Büsum.
Hier noch ein paar Eindrücke:

Und wer wissen will, warum ich den Norden liebe, kann sich das von der Autorin Moni Harry vorgetragene Liebesgedicht an den Norden anhören.