Neue Raderkundung in Sachsen

Kaum aus Italien zurück ging es gestern zur nächsten Tourenerkundung im Auftrag der Donau Touristik, diesmal aber in den Norden in das deutsche Bundesland Sachsen. Genauer gesagt in den kleinen Ort Neukirchen an der Pleisse, der schon nahe der Grenze zu Thüringen liegt und von zu Hause aus 490 Autokilometer entfernt ist. Untergebracht im schönen und beschaulichen Schlosshotel Schweinsburg werde ich in dieser touristisch eher wenig bekannten Region insgesamt 5 Radtouren abfahren. Gestern habe ich nach meiner Ankunft am frühen Nachmittag das schöne, einigermaßen warme Wetter genutzt und bin noch eine der Touren mit ca. 40 km zum Stausee Glauchau gefahren, leider verlaufen hier die – teilweise schon, aber in Summe unzureichend – markierten bzw. ausgeschilderten Radstrecken auf normalen Straßen, richtige eigene Radwege habe ich gestern nicht viele befahren. Aber die Straßen waren zumindest gestern nachmittags wenig befahren und am Ende des Tages war es dann doch ganz schön, neben den zu Blühen beginnenden Rapsfeldern und dem kleinen Stausee entlang.
Am Abend dann in einer nahen Wirtschaft eine köstliche Rindsroulade, und da ich vom Autoradio bei der Anreise mehrmals darauf hingewiesen wurde, dass der 23. April der „Tag des deutschen Bieres“ ist, habe ich diesen würdig begangen.

Und auch am letzten Tag schien in Italien die Sonne !

Währen zu Hause in Österreich der viele Regen da und dort schon für Überschwemmungen sorgte, war es am letzten Tag meines Aufenthaltes am Sonntag wieder wunderschön. Am Vormittag war Standortwechsel von Verona nach Iseo (am Lago d’Iseo, dem kleinen Bruder des Gardasees, der ca. 50 km westlich von ihm liegt) angesagt, und als ich kurz vor Mittag dort ankam und die Radtour nach Brescia startete, war es schon so war , dass ich mit kurzer Hose und kurzem Leiberl fahren konnte. Diese Tour war mit ca. 33 km wirklich gemütlich, es ging nur am Anfang etwas bergauf und dann auf schönen Wegen bis an der Ortsrand von Brescia. Toll, wie man dort, in er Stadt in etwa so groß wie Linz, auch an die Radfahrer gedacht hat. Komfortalbe Radstreifen, sehr gute Radbeschilderung führen vom Stadtrand mitten ins Zentrum, wo ich dann an der Piazza Loggia in Ruhe meinen Caffè trinken konnte, bevor es wieder mit dem Zug zurück nach Iseo ging. Ein wunderbares Abendessen im Restaurant des Hotels rundete diese kurze Italienreise perfekt ab und am Montag ging es dann mit dem Auto die knapp 600 km wieder nach Hause. In Innsbruck konnte ich mich bei einer Mittagspause mit meinem alten Studien- und Zimmerkollegen Christian noch für ein nettes Plauscherl treffen und kurz nach 16:00 war ich wieder daheim in der Kälte, wo der Grünberg oben noch schneebedeckt war.

Am kommenden Sonntag geht es dann wieder im Auftrag der Donau-Touristik los, diesmal allerdings nach Norden in das deutsche Bundesland Sachsen, wo von Neukirchen a.d. Pleiße (Nähe Zwickau) aus 5 Radtouren zu erkunden sind. Aber hier noch die letzten Eindrücke aus Italien:

Zu Hause Schiitwetter, und hier scheint die Sonne !

Ich hab ja fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich mit meiner Frau zu Hause telefoniere. Okay. die Anreise mit dem Auto am Donnerstag war ja noch bescheiden, aber als es gestern ans Radeln ging, war es fast perfekt: Am morgen noch kühl, aber zunehmend wärmer und am Nachmittag dann auch kurzärmlig. Und vor allem Trocken !!!
Heute ging es mit dem Rad zum Bahnhof Puorta Nova in Verona und weiter nach Desenzano/Sirmione und dann die knapp 10 km zum eigentlichen Ausganspunkt der heutigen Tour der Donautouristik bei der Schiffsanlege in Sirmione. Über schöne Wege, teils am Gardasee entlang ging es nach Peschiera und von dort dem markierten Radweg (= Radautobahn) entlang neben dem Fluss Mincio (bzw. reguliertem Kanal) die knapp 55 km nach Mantua. Sogar die ersten Eidechsen zeigten sich in der wärmenden Sonne schon.
In Summe waren es dann für mich wieder so um die 70 km und ich hab die gestrigen 80 km auch in den Beinen und im Gesäß gespürt.
Von Mantua aus ( wo ich auch noch kurz das Zentrum besichtigen konnte) ging es dann wieder mit der Bahn zurück nach Verona und morgen gibt es nach dem Frühstück einen Standortwechsel an den Lago d’Iseo (ca. 76 km Autofahrt). Dann geht es von dort nur kurze 35 km nach Brescia und mit der Bahn wieder zurück nach Iseo.

Zum Saisonstart gleich 80 km !

Heute hat mir gleich am Morgen die italienische Bahn einen bösen Streich gespielt, es wurde gestreikt ! Deshalb war es nicht möglich, wie geplant um 11.06 mit der Bahn nach Mori zu fahren und dort um 12:00 Uhr mit der Tour zu starten. Ich musste dann umdisponieren und bin mit dem Rad am Träger die 68 km mit dem Auto nach Mori gefahren, habe dort das Auto abgestellt und bin dann geradelt, zuerst nach Cavaion Veronese und von dort dann zum Hotel in Verona. Wunderschön war es, der Etsch bzw. dem Etschkanal entlang zu fahren, zu beobachten wie der Wein die ersten grünen Triebe zeigt und im Hintergrund der mächtige Monte Baldo mit tiefverschneitem Gipfel herunterschaut. 2 kernige Anstiege, die mit dem e-bike letztendlich harmlos wäre, wenn man sich ausreichen Unterstützung vom Akku holen würde. Von Cavaion noch ein schöner Blick zum südlichen Gardasee und ein Espresso in Bussolengo und kurz vor 16:00 war ich schließlich wieder im Hotel, konnte noch duschen und Kleidung wechseln und dann zum Bahnhof radeln, denn um 17:00 Uhr sollte der Streik laut Ankündigung beendet sein. War er dann auch und so konnte mein Zug um 17:06 fast pünktlich nach Mori starten und ich mit dem Auto wieder zurück zu meinem Fahrrad fahren, das ich beim Bahnhof zwischenzeitig deponiert hatte. So war ich dann schließlich um 19:30 wieder im Hotel und bereit meinen Riesenhunger mit einer phantastischen Pizza Napoli an der Piazza d’Erba zu stillen. Die habe ich mir nach den ganzen Unannehmlichkeiten und den immerhin 80 km auch redlich verdient.

So stellt man sich eine Fahrt nach Verona nicht gerade vor

Heute ging es ja im Auftrag der Donau Touristik nach Verona und beim gestrigen Wetterbericht habe ich es schon bereut, dass ich schon auf die Sommerreifen gewechselt habe. Aber die Fahrt von Gmunden weg war dann gar nicht so schlimm, ab Mondsee hat es nicht mehr geregnet und ich hab dann in Bayern sogar die Sonnenbrille aufgesetzt. Der Schnee hat zwar bereits bedrohlich weit herunter geschaut und als es dann zum Brenner hochging wurde mir mulmig. Die Temperatur sank auf -0,5°, aber Gott sei Dank kein Schnee auf der Straße. Ab Bozen wurde es dann richtig grauslig, es hat geschüttet als wie, trotzdem habe ich mich entschlossen, ab Rovereto Richtung Gardasee abzubiegen, da ich schon genug Autobahn-km hinter mich gebracht hatte. Und auch wenn man sich den Gardasee gerne anders vorstellt, war es doch die richtige Entscheidung. Am Ostufer von Torbole bis Garda und dann landeinwärts nach Verona mit einer ersten kleinen Besichtigung der Altstadt.
Morgen geht es dann mit dem Zug (samt Rad) wieder hinauf nach Mori und den Etschtalradweg zurück nach Verona – mit einem Abstecher nach Cavaion Veronese. Das Wetter sollte trocken bleiben und mit 17° auch fürs Radfahren fast ideal.

Endlich wieder Radfahren !

Die letzten 3 Wochen waren ein bisschen „Saure Gurkenzeit“ für mich, es waren auch nur wenige schöne Tage. Gestern, am Ostermontag bin ich zumindest mit meiner Tochter und den beiden Jungs von Pinsdorf rauf zum Urz’n gewandert und war begeistert über die Energie und Ausdauer der beiden Kleinen.

Aber übermorgen geht es dann los nach Verona und dort dann mit dem Radfahren. Für die Donau-Touristik darf in insgesamt 3 Strecken abfahren, die erste mit ca. 77 km am Etsch-Radweg von Mori über Cavaion Veronese nach Verona, die zweite von Sirmione nach Mantua über ca. 55 km und dann noch – nach einer Standortverlegung an den Lago d’Iseo – knappe 32 km von Iseo nach Brescia. Da bleibt vielleicht auch noch Zeit für eine kurze private Extratour auf den Montisola (mit 609 m der höchste Berg auf einer Binneninsel in Europa).

Am Montag geht es dann wieder mit dem E-Bike am Radlträger zurück nach Hause. Über die einzelnen Etappen werde ich Euch gerne berichten.

Grundkurs Schneeschuhwandern Super gelaufen

Erst sehr knapp vor Anmeldeschluss haben sich dann doch 4 Interessenten (3 Herren, 1 Dame) für meinen Grundkurs Schneeschuhwandern gefunden, den ich – übrigens erstmalig – in Zusammenarbeit mit dem Hüttenwirt der Gjaidalm letztes Wochenende dort oben veranstaltet habe. Und es war wirklich traumhaft. Herrliches Wetter, frühlingshafte Temperaturen, sehr nette Leute – 2 davon sind extra aus der Gegend von Stuttgart angereist und ausgezeichnete Verpflegung – es hätte nicht schöner sein können.
Wir haben uns am Freitag um 14:00 Uhr bei der Talstation getroffen, sind rauf und rüber zur Gjaid und nach dem Einchecken eine kleine Tour Richtung Oberfeld gegangen. Dabei konnte ich den Teilnehmern einige Gehtechniken erklären und abschließend haben wir dann eine LVS-Übung gemacht, jeder Teilnehmer durfte dabei mit dem Pieps den im Schnee vergrabenen Rucksack mit dem Sendepieps suchen und sondieren.
Am Samstag ging es dann zum Wiesberghaus, hin durch die Bärengasse und zurück über den Artillerieweg und am Sonntag dann von der Seilbahnstation Gjaid zum Heilbronner Kreuz und von dort vorbei am Dachsteinhai zur Lodge am Krippenstein. Nach einer stärkenden Suppe ging es dann wieder ins Tal, gerade rechtzeitig bevor die herannahende Kaltfront die Bergstation mit Nebel einhüllte.
Was für ein tolles Wochenende und ich bin schon ein bisschen stolz auf mich, denn das Feedback der 4 TeilnehmerInnen war durchwegs positiv und ermutigend. Hier noch ein paar Eindrücke:

Frühlingswanderung !

Heute konnte ich das Notwendige perfekt mit dem Angenehmen verbinden. Während mein Auto in Regau ein Bremsenservice über sich ergehen lassen musste und man mir dafür eine Wartezeit von 2 bis 3 Stunden angekündigt hat, bin ich von dort zum Zeitvertreib zu einer ersten Frühlingswanderung aufgebrochen. Gleich mal runter zur Ager und dieser entlang Richtung Vöcklabruck, nach dem Zusammenfluss von Vöckla und Ager gleich hinter der Varena über die Ager drüber und ein Stück die Vöckla entlang rauf und nach der Brücke bei der Varena wieder runter zum Spitz und dann Richtung Attnang. Dort geht es dann über die Mariannenhöhe rüber und über den Kreuzweg hinab bis zur Basilika Puchheim, durch die Auen bis zum Zusammenfluss von Ager und Aurach, diese ein Stück aufwärts bis Wankham und über Dornet wieder zur Ager, an der TKV vorbei und nach 16 km war ich wieder am Ziel, wo mein frisch gewartetes Auto schon auf mich wartete. Und es war toll zu sehen, wie der Frühling schon Gas gibt, die Bärlauchblätter sprießen durch den Waldboden, Frühlingsknotenblumen, Leberblümchen und auch schon Lungenkraut (besser bekannt als Hänsel und Gretel) zeigten sich in Hülle und Fülle. Und an der Ager hat sich ein Biber wahrscheinlich etwas zu viel vorgenommen.

In Summe eine schöne Wanderung für alle, die nicht gerne viel bergauf gehen. Wenn sie mal wer mit mir gehen will bitte melden, dann schreibe ich sie in den nächsten Wochen mal offiziell aus. Hier noch ein paar Eindrücke:

Wenig Schnee in Gosau

Die Tour am Herrenweg von Gosau rauf zum Hornspitz und runter zur Talstation ins Mittertal war zwar sehr schön, es war aber überraschend wenig Schnee in den unteren Lagen des sonst so schneesicheren Gebietes.
Mit dem Zug nach Steeg und weiter mit dem Bus nach Gosau habe ich bald gesehen, dass dort in den Tallagen mehr grün als weiss ist und so habe ich meine Schneeschuhe erst auf ca. 1.000 m ausgepackt und angeschnallt. Dann wurde es aber schnell besser und es wurde oben wunderschön und vom Gipfel es Hornspitzes gab es die erwartete Traumsicht auf den Gosaukamm. Nach einer kurzen Rast ging es wunderschön durch den Wald in der Nähe der Schipisten runter ins Tal, doch bald nach der Mittelstation des Sesselliftes entschloss ich mich wieder, beim steileren Abstieg über den Wanderweg statt der Schneeschuhe die Grödel anzulegen, da der Schnee wieder Mangelware wurde.
Bei der Talstation angelangt konnte ich bis zur Abfahrt des Postbusses um 16:03 Uhr noch einen Apfelstrudel genießen, und um 17:35 war ich wieder am Bahnhof in Gmunden. Hier noch ein paar Eindrücke: